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Als Unternehmer mit Empathie zum Erfolg

Es gibt Menschen, die einem schon beim ersten Gespräch das Gefühl geben, gesehen zu werden; Menschen, die zuhören, bevor sie reden. Bei Oli – Mitglied unserer zentroom Community seit November – ist dies der Fall. Verständnis und Empathie sind für ihn Grundhaltung. Sie prägen seine Arbeit, seine Beziehungen, seine Entscheidungen – und auch den Weg, der ihn zu uns geführt hat.

Vom Chips einkaufen ins Unternehmertum

Olivier Arnold ist jemand, der selten von „Karriere“ spricht – aber immer von „Freude“. Olis beruflicher Werdegang begann im klassischen KV – bereits im Lebensmittelbereich – und mündete im Vollzeitstudium in Lebensmitteltechnologie und eigenem Unternehmen.

Die Geschichte seines Unternehmens Orakei hat seine Wurzeln nicht in einem Businessplan, sondern in einer Reise. Während des Studiums besuchte Oli Lebensmittelbetriebe in Schottland, stolperte über unglaublich gute Chips – und über die Frage einer Dozentin, wie man kurzfristig Cashflow generieren könnte. Die spontane Idee, genau diese Chips in die Schweiz zu bringen, legte den Grundstein für die heutige Firma. Was mit dem Import für Freunde und Familie begann, wurde zu einem Handelsunternehmen und Bindeglied zwischen Kulturen: Es bringt Spezialitäten aus dem britisch‑australisch‑neuseeländischen Raum in die Schweiz. Produkte mit Charakter und Herkunft, die man nicht einfach konsumiert, sondern bewusst wählt.

Darin zeigt sich etwas Wesentliches über Oli: Sein Unternehmertum wächst nicht aus Druck, sondern aus Neugier, Begegnungen und dem Mut, Gelegenheiten zu nutzen. Diese Haltung prägt ihn bis heute. Oli glaubt nicht an Wachstum um jeden Preis. Er ist überzeugt, dass ein Unternehmen nur dann gesund bleibt, wenn Entscheidungen organisch entstehen und Werte wichtiger sind als Kennzahlen. Ganz wichtig ist Qualität vor Quantität und Freude vor Skalierung. Sein Weg widerspricht damit bewusst der verbreiteten Vorstellung, dass Erfolg nur im „immer mehr“ liege.

Mit Freude, Gelassenheit und Empathie

Dass er dabei erfolgreich ist, erklärt er mit Bescheidenheit: „Es ist einfach so passiert.“
In Wahrheit stecken dahinter viel Feingefühl, Dialog und die Fähigkeit, Beziehungen mit Produzentinnen, Händler und Kundinnen zu gestalten.

Auch im Umgang mit Misserfolg ist Oli offen. Er erzählt ohne Scheu von Produkten, die niemand wollte, und von Ideen, die trotz Leidenschaft nicht funktioniert haben. Früher belasteten ihn solche Momente, heute sieht er sie als Teil des Prozesses. Entscheidend ist für ihn nicht, ob etwas scheitert, sondern zu verstehen, warum es scheitert. Diese Gelassenheit, kombiniert mit Neugier und einer feinen Sensibilität für Menschen und Märkte, macht Olis Weg erfolgreich.

Und was motiviert ihn dabei? Dazu eine kleine Anekdote: Letzten Sommer sitzt Oli mit einem Freund im Park. Zwei Jungs kommen dazu, setzen sich unweit von ihnen auf die Wiese. Beide holen ein Getränk hervor – Bundaberg, eines der Produkte, die Oli in die Schweiz bringt.

Er beobachtet sie still, sieht, wie sie sich darauf freuen, den ersten Schluck nehmen. Und für einen Moment wird aus dem internationalen Handel eine menschliche Begegnung: Kein Business, kein KPI; nur zwei junge Menschen, die geniessen.

„Das sind die Momente, die mich motivieren. Da passiert etwas zwischen Menschen.“

Fokus und Verantwortung sind für Oli zentral

Neben seinem Unternehmen beobachtet Oli auch die Entwicklungen unserer Zeit und bemerkt, dass viele Menschen zwar immer mehr wollen, aber gleichzeitig immer weniger fokussiert handeln. Kurzlebigkeit, Reizüberflutung und der Wunsch nach schneller Befriedigung führen aus seiner Sicht dazu, dass Tiefgang verloren geht. Man beginnt vieles, aber bringt nur noch wenig richtig zu Ende.

Damit verbunden sieht er eine zweite Entwicklung, mit Blick auf das globale Wirtschaftsumfeld: einen wachsenden Ich‑Fokus, bei dem die Auswirkungen des eigenen Handelns auf andere kaum noch bedacht werden. Entscheidungen werden ausschliesslich zum eigenen Vorteil getroffen – ohne Rücksicht auf das Gegenüber.

Gerade deshalb lebt er bewusst das Gegenteil. Er handelt überlegt, wägt ab, denkt in Zusammenhängen. In einer Welt, die sich oft im Oberflächlichen verliert, hält er an etwas fest, das leise, aber kraftvoll wirkt: Verantwortung, Empathie und ein Bewusstsein für das grosse Ganze.

Erlebnisse, die verbinden

Besonders prägend in seinem Leben war für Oli das Familienjahr in Neuseeland. Er erzählt davon mit leuchtenden Augen – und wieder fallen dieselben Begriffe: Empathie, Respekt, Gemeinschaft.

„Die Neuseeländer haben eine unglaubliche Fähigkeit, aufeinander zu achten. Das hat uns alle geprägt.“

Diese Erfahrungen fliessen heute in seine Arbeit und sein Leben ein: achtsam entscheiden, bewusst handeln, Menschen ernst nehmen. Eine Haltung, die perfekt mit Coworking im zentroom harmonisiert.

Oli ist nicht laut oder übertrieben präsent, aber seine Art wirkt ruhig, reflektiert und verbindend. Im zentroom fühlt er sich wohl, weil unsere Werte mit seinen übereinstimmen. Und wir freuen uns, dass jemand wie er hier arbeitet – jemand, der zeigt, wie viel Kraft in Empathie und Verständnis steckt.